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die EIB und Deutsche Bank legen 560 Millionen Euro für europäische Weltraumfirmen auf den Tisch, und rund die Hälfte davon ist für Deutschland reserviert. Passend dazu startet diese Woche die bundesweite Gründungswoche.

Top-Story

EIB und Deutsche Bank starten 560-Millionen-Euro-Offensive für Europas Weltraumfirmen

Die Europäische Investitionsbank und Deutsche Bank haben eine Partnerschaft vereinbart, die 560 Millionen Euro an neuen Investitionen für europäische Weltraumunternehmen ermöglichen soll. Die Struktur ist dabei der eigentliche Punkt: Es geht um Kreditvergabe mit EIB-Risikoteilung, nicht um einen Venture-Fonds.

Rund die Hälfte der Summe ist für Deutschland vorgesehen, der Rest verteilt sich auf die EU. Europäische Weltraumfirmen haben im ersten Halbjahr 2026 bereits 1,6 Milliarden Euro eingesammelt, die EIB sieht trotzdem weiter eine Finanzierungslücke.

Die Initiative gehört zum EIB-Programm Space TechEU, das insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro an Investitionen gemeinsam mit Geschäftsbanken mobilisieren soll. Im Juli 2026 hatte die EIB bereits eine vergleichbare Partnerschaft mit Italiens Intesa Sanpaolo geschlossen.

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Finanzierungsrunden

Hypersonica holt 100 Millionen Euro Series B für Hyperschall-Systeme

Das Münchner Unternehmen Hypersonica hat eine Series B über 100 Millionen Euro abgeschlossen, co-angeführt von Lightspeed und General Catalyst, mit den Bestandsinvestoren Plural und 201 Ventures. Die 2023 gegründete Firma hat ihren Hauptsitz in München und eine eigene Tochtergesellschaft in London.

Hypersonica baut souveräne Hyperschall-Deep-Strike-Systeme für Europa und Verbündete, vollständig in Europa entwickelt und ohne ITAR-Beschränkungen. Das Geld geht in die Entwicklung, in eine höhere Testfrequenz und in mehrere hundert Ingenieurs- und Fertigungsjobs in Deutschland und Großbritannien.

Quelle: EU-Startups

Creandum sammelt 750 Millionen Dollar für Fonds VIII

Creandum hat einen neuen Frühphasenfonds über 750 Millionen Dollar aufgelegt, den achten und größten der Firmengeschichte. Er ist rund 34 Prozent größer als der Vorgänger von 2024 mit umgerechnet etwa 559 Millionen Dollar.

Partner Fredrik Cassel zufolge sollen daraus in den kommenden zwei Jahren rund 30 Investments entstehen. Creandum hat vorher unter anderem Spotify, Klarna und Lovable finanziert.

Series B 2026: 48 Milliarden Dollar Volumen, Dealzahl auf Mehrjahrestief

Investoren haben in diesem Jahr laut Crunchbase rund 48 Milliarden Dollar rund um die Series-B-Phase investiert, der höchste Wert seit Jahren. Weniger als ein Drittel der Deals liegt unter 30 Millionen Dollar, zwischen 2021 und 2025 war es etwa die Hälfte.

Mindestens 110 Unternehmen haben in der Series B 100 Millionen Dollar oder mehr geholt, das ist rund ein Viertel aller Deals. Etwa zwei Drittel des Series-B-Kapitals ging an AI-Startups.

Nscale will beim New-York-Listing bis zu 30 Milliarden Dollar

Nscale strebt beim geplanten Börsengang in New York eine Bewertung von bis zu 30 Milliarden Dollar an. Das Londoner Unternehmen hat seit der Gründung 2024 fast 10 Milliarden Dollar an Eigen- und Fremdkapital eingesammelt.

CEO Josh Payne zieht das Listing in einem laut Beobachtern denkbar schlechten Moment für AI-Rechenzentrumsfirmen durch. Trotz Hauptsitz in London fiel die Wahl auf New York statt auf die heimische Börse.

Quelle: Bloomberg

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KI-Updates

OpenAI schaltet GPT-6 Rosalind frei: 9,4 statt 29,2 Prozent Verweigerungsquote

OpenAI hat am 30. Oktober GPT-6 Rosalind veröffentlicht, ein Biologie-Reasoning-Modell, das die Gewichte von GPT-6 Astra wiederverwendet und nur über vertrauensbasierten Zugang läuft. Astra verweigerte 29,2 Prozent der Fragen, Rosalind nur 9,4 Prozent.

Die internen Benchmarks haben sich gegenüber Rosalind 5.5 fast verdoppelt: MedChemBench v7 von 28,9 auf 49,6 Prozent, GeneBench Pro v13 von 16,7 auf 37,7 Prozent. Der Preis liegt bei 15 Dollar pro Million Input-Token und 75 Dollar pro Million Output-Token, also beim 1,5-fachen des Astra-Tarifs.

Alphabet verliert an einem Tag 500 Milliarden Dollar

Die Alphabet-Aktie fiel am 29. Oktober um rund 12,6 Prozent und löschte knapp 500 Milliarden Dollar Marktwert aus, der schlechteste Handelstag seit dem Börsengang 2004. Der Capex erreichte im dritten Quartal mit 51,4 Milliarden Dollar einen Rekord, mehr als doppelt so viel wie die 24 Milliarden im Vorjahresquartal und fast komplett für KI-Infrastruktur.

Für 2026 bestätigte Alphabet eine Jahres-Capex-Prognose von 200 Milliarden Dollar und kündigte für 2027 einen Anstieg auf 300 Milliarden Dollar an. Das Suchumsatzwachstum sank auf 12 Prozent nach 17 Prozent im Vorquartal, der freie Cashflow war das zweite Quartal in Folge negativ.

Quellen: CNN, Fortune

SpaceX finanziert KI-Chips mit 40 Milliarden Dollar Fremdkapital

SpaceX hat laut Pflichtmitteilung vom 26. Oktober eine verbindliche Zusage über rund 40 Milliarden Dollar GPU-Finanzierung mit einer von Apollo verwalteten Einheit unterschrieben. Die Prozessoren sollen im ersten und zweiten Quartal 2027 geliefert werden.

Elon Musk sagte, die Kreditmärkte hätten sich für Firmen ohne substanzielle Einnahmen außerhalb von KI-Rechenzentren weitgehend geschlossen, SpaceX habe dank Starlink und Launch-Geschäft weiter Zugang. Parallel startet am 1. Dezember eine Compute-Hosting-Vereinbarung mit rund 1,11 Milliarden Dollar Umsatz pro Monat, also 13,3 Milliarden im Jahr.

Quellen: CNBC, Basenor

70 Prozent der Hyperscaler-KI-Umsätze hängen an zwei Kunden

Amazon, Google, Microsoft und Meta weisen ihre KI-Umsätze nicht einzeln aus. Analysten schätzen, dass mehr als 70 Prozent der KI-Umsätze von Amazon, Google und Microsoft aus dem Compute-Spending von Anthropic und OpenAI stammen, das wiederum an weiteren Milliardenrunden hängt. 80 Prozent der Enterprise-Umsätze der beiden Labs kommen laut der Analyse von verlustmachenden AI-Startups, deren Kunden ein Vielfaches ihres Abopreises an Token verbrennen, bei Cognition bis zu 1.300 Dollar im 200-Dollar-Plan.

Mehr als 100.000 Euro Foerderung im Schnitt

Save the Date

7. November, Berlin: Young Founders Conference im Neuland, 1.500 junge Gründer, über 40 Speaker, Pitches, Tickets ab 25 Euro.

9. bis 12. November, Lissabon: Web Summit mit über 70.000 Teilnehmern aus mehr als 160 Ländern.

18. bis 19. November, Helsinki: Slush mit rund 13.000 Teilnehmern.

Bis Freitag :)

Fabian