München hat ein neues Unicorn, und es baut Roboter statt Software. RobCo hat die Bewertung in neun Monaten verdoppelt.
TOP-STORY
RobCo wird zum deutschen Robotik-Unicorn
Das Münchner Robotik-Startup RobCo wird jetzt mit mehr als 1 Milliarde Dollar bewertet, rund 855 Millionen Euro. Damit ist das 2020 gegründete Unternehmen offiziell ein Unicorn.
Die Bewertung hat sich binnen neun Monaten verdoppelt. Im Februar hatte RobCo rund 85 Millionen Euro in einer Series C eingesammelt, angeführt von Lightspeed und Lingotto.
Neben den bestehenden Investoren Sequoia, Lightspeed, Greenfield, Kindred, Lingotto und Promus Ventures steigen jetzt Cherry Ventures und das European Tech Collective ein. Langjährige Mitarbeitende dürfen im Zuge der Transaktion Anteile verkaufen.
Quelle: Trending Topics
FINANZIERUNGSRUNDEN
Restate holt 20 Millionen Dollar für KI-Agenten-Infrastruktur
Das Berliner Infrastruktur-Startup Restate hat eine Series A über 20 Millionen Dollar abgeschlossen, angeführt von Singular, mit Redpoint Ventures und Capital One Ventures. Die Gesamtfinanzierung steigt damit auf 27 Millionen Dollar.
Restate hat mehrere Kundenverträge im sechs- und siebenstelligen Bereich unterschrieben, darunter Replit und Finanzkonzerne aus den Fortune 500. Wettbewerber Temporal schloss kurz zuvor eine Series E über 550 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 12,55 Milliarden Dollar ab.
Quellen: IT Boltwise, ventureburn
Generation Tech Partners schließt Fonds bei 60 Millionen Euro
Die Hamburger Generation Tech Partners hat ihren Fonds GTP 26 im September am Hard Cap mit mehr als 60 Millionen Euro geschlossen. Investoren sind europäische Pensions- und Versorgungswerke, Family Offices und Unternehmer.
Mit Fremdkapital stehen laut GTP rund 120 Millionen Euro für Übernahmen bereit, dazu mögliche Co-Investments. Gekauft werden inhabergeführte B2B-Dienstleister in Deutschland mit 0,5 bis 5 Millionen Euro EBITDA in Nachfolgesituationen, die anschließend mit KI umgebaut werden.
Quellen: Finance Forward, Generation Tech Partners
MARKTZAHLEN
159 Milliarden Dollar Venture Funding in Q3
Global flossen in Q3 2026 rund 159 Milliarden Dollar in etwa 6.000 Startups, Stand 2. Oktober. In den ersten drei Quartalen summiert sich das auf 679 Milliarden Dollar, der höchste Wert für drei Quartale überhaupt.
27 Unternehmen holten im Quartal jeweils eine Milliarde Dollar oder mehr, nach 16 in Q2 und 14 in Q1. US-Firmen sicherten sich 91 Milliarden Dollar, KI-Startups allein 102 Milliarden Dollar und damit 64 Prozent der Gesamtsumme.
Quelle: Crunchbase News
Dealroom erwartet 10,5 Milliarden Dollar für europäische Defense-Tech
Europäische Defense-Tech-Startups haben 2026 bisher 7,4 Milliarden Dollar eingesammelt, fast dreimal so viel wie im gesamten Jahr 2025 mit 2,6 Milliarden Dollar. Dealroom und Resilience Media rechnen bis Jahresende mit rund 10,5 Milliarden Dollar, vorgestellt am 5. Oktober auf der Resilience Conference in London.
Defence steht inzwischen für 11 Prozent des europäischen Venture Capital, vor einem Jahr waren es 4 Prozent. Mega-Runden machen laut Report mehr als 85 Prozent des bisherigen Fundings aus, die Zahl der beteiligten Investoren stieg von 408 auf 455.
Quelle: Resilience Media
KI-BLOCK
AMD kauft World Labs für 8,2 Milliarden Dollar
AMD übernimmt World Labs, das KI-Labor von Fei-Fei Li aus San Francisco, für 8,2 Milliarden Dollar in einer reinen Aktientransaktion. Fei-Fei Li wird nach Abschluss Executive Vice President und Chief Scientist bei AMD und berichtet direkt an CEO Lisa Su.
Es ist die zweitgrößte Akquisition der AMD-Geschichte nach dem rund 50 Milliarden Dollar schweren Xilinx-Kauf 2022. AMD und Nvidia waren im Februar 2026 noch gemeinsam an der 1-Milliarde-Dollar-Runde von World Labs beteiligt, jetzt wird AMD vom Investor zum Eigentümer.
Nur 13 Prozent der Unternehmen skalieren KI wie geplant
BearingPoint hat 1.050 C-Level-Führungskräfte befragt. 73 Prozent der Organisationen berichten messbare KI-Wirkung, nur 13 Prozent haben ihre Initiativen erfolgreich skaliert.
Als größte Hürde nennen rund 40 Prozent die rechtliche Regulierung, 34 Prozent die Integration in bestehende IT-Systeme. 24 Prozent melden Kosteneinsparungen von mindestens 10 Prozent, aber nur 4 Prozent ein Umsatzwachstum in derselben Größenordnung. Bei umfassender Implementierung führen China mit 20 und die USA mit 18 Prozent, Deutschland liegt bei 8 Prozent.
Quelle: BearingPoint
Falls du dir letzte Woche unseren Tag mit dem Cortea Team schon angesehen hast und wissen willst, was morgen kommt, dann kannst du dir hier schon den Teaser ansehen.
Wir haben Unicorn Gründer André Christ begleitet, der sein Startup LeanIX inzwischen für 1,2 Milliarden Euro an SAP verkauft und das Unternehmen verlassen hat. Heute ist er Veranstalter der Bonn Open, einem ATP Challenger Turnier im Tennis und wir durften bei seinem ersten Event dabei sein. Gastauftritte und Interviews gibt es mit Ex-Profi Domi Thiem, mit Mona Neubaur (u.a. Wirtschaftsministerin in NRW) und Romy Kölzer (Ex-Tennis-Profi).
Viel Spaß beim anschauen & Bis Freitag,
Fabian


